Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten
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Gemeindechronik

 
Auszug aus der Gemeindechronik ...

  • Gerhard Perk war der erste Evangelist der Siebenten-Tags-Adventisten (STA) in unserer Stadt. Er kam im Juli 1898 aus Lodz in Russland nach Chemnitz. Am 29. April 1899 wurden die ersten 26 Glaubensfreunde getauft und die Adventgemeinde Chemnitz gegründet.
     
  • Durch das Wachstum der Gemeinde mußten die Versammlungsräume mehrfach gewechselt werden. Im Jahr 1921 gab es bereits vier Adventgemeinden. So entstand der Wunsch, ein eigenes, großes Haus für die Gemeinde zu bauen. Dazu wurde das Grundstück Hans-Sachs-Straße 9 und eine 42 m lange, 25 m breite Militärhalle aus Holz erworben.
     
  • Adventhaus ChemnitzAm 28. März 1922 begann der Bau, und bereits am 5. Juli 1923 konnte das Adventhaus mit 1200 Sitzplätzen eingeweiht werden. Die kurze Bauzeit ist ebenso erstaunlich wie die zwölfstelligen Beträge (Inflationszeit), die zum Teil aufgebracht werden mußten. Unmittelbar danach begann eine rege Evangelisationstätigkeit. Die Vorträge am Sonntag mußten zweimal wiederholt werden, um alle Besucher zu fassen. Großes Interesse fand auch das monatliche öffentliche Jugendfest.
     
  • Der erste Kongreß der Europäischen Adventjugend fand im Jahr 1928 in Chemnitz statt. Etwa 2000 Abgeordnete und 3000 Gäste versammelten sich zu den Gottesdiensten und weiteren Veranstaltungen im Adventhaus und im Kaufmännischen Vereinshaus. Der Festumzug durch die Stadt mit Jugendlichen aus 26 Nationen und ein öffentlicher Waldgottesdienst hinterließen bei den Teilnehmern und den Bewohnern von Chemnitz nachhaltige Eindrücke.
     
  • Der Zweite Weltkrieg forderte viele Opfer - dennoch wuchs die Gemeinde. Unmittelbar nach Kriegsende suchten die Städtischen Bühnen unserer Stadt eine neue Spielstätte; sechs Jahre konnten sie unser Adventhaus nutzen. Daneben ging unser Gemeindeleben mit seinen Gottesdiensten weiter.
     
  • Am 17. April 1954 wurde die Jehmlich-Orgel eingeweiht und erklingt seitdem im Gottesdienst, bei Konzerten, Hochzeiten und anderen festlichen Ereignissen. Sie wurde 1976 um zwei Register erweitert und 1999 komplett restauriert.
     
  • Von Januar bis März 1966 erlebte unsere Gemeinde eine Großevangelisation mit Johannes Mager, die durch eine wertvolle Bibelausstellung ergänzt wurde. An 27 Abenden war das Haus immer wieder mit Gästen gefüllt. Im abschließenden Taufgottesdienst trafen 28 Menschen ihre Entscheidung für Christus.
     
  • Am 4. Februar 1976 traf sich erstmals eine Arbeitsgruppe mit dem Ziel, suchtgefährdeten Menschen (Alkohol, Tabak, Medikamente) zu helfen. Daraus entstand ein Suchtberatungszentrum, das heute mehrere hauptamtliche Mitarbeiter beschäftigt und seinen Sitz ebenfalls in unserem Adventhaus hat.
     
  • Adventhaus ChemnitzZum 100jährigen Jubiläum der Adventgemeinde Chemnitz im Jahr 1999 konnte der Neubau des Adventhauses eingeweiht werden. Neben Gottesdiensten, Konzerten und anderen Großveranstaltungen bietet das neue Haus vielfältige Möglichkeiten für die unterschiedlichsten Gemeindebedürfnisse.
     
  • Am 13. Januar 2001 wurde erstmalig aus einer deutschen Adventgemeinde ein Gottesdienst per Satellit übertragen. Viele Gemeinden in Deutschland und Europa waren an die Übertragung aus dem Adventhaus Chemnitz angeschlossen. Der Gottesdienst und die Predigt von Matthias Müller standen unter dem Motto der Jahreslosung "Versteht, was des Herrn Wille ist!"

Hinweise, Ergänzungen oder Bildmaterial sind gern willkommen.
 


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